Mittwoch, 30. Mai 2012

Auf Messers Schneide: Walchergrat aufs Gross Fiescherhorn 4049m 19. Mai 2012

Nach einer kurzen N8, da zu viel geplappert, sassen wir gespannt in der Jungfraubahn. Pirmin und ich, eine Militärbekanntschaft aus der RS und diversen WKs, waren unterwegs zum Gross Fiescherhorn. Nach kurzem Hin und Her, das Wetter präsentierte sich nicht in der besten Verfassung, haben wir uns dennoch entschieden, den Walchergrat aufs Grosse Fiescherhorn 4049müm zu begehen.
Gesagt getan: Grosse Freude verspürten wir, dass wir an diesem Tag tatsächlich die einzigen von gefühlten 100 Personen waren, die diesen Weg gewählt hatten. Alle anderen Gruppen wählten den Normalaufstieg über die Fiescherlücke.
Wir hatten richtig gepokert: Sehr guter Trittschnee, ungespurt (YES!), und einige steilen Stellen liessen unsere Herzen höher schlagen. Dies war angesichts der enormen Tiefblicke nach Grindelwald und den unteren Grindelwaldgletscher spätestens bei jenem Anblick soweit gewesen.
Nach toller und recht einfacher Kletterei mit Steigeisen und Pickel erreichten wir den Gipfel und wünschten uns umgehend den Walchergrat zurück: Gerade noch in völliger Einsamkeit in unverspurten Gelände, tummelten sich am Südgrat (Normalanstieg) zig Personen und blickten uns angesichts unserer Skis an den Rucksäcken ganz verduzt an.

Nach einer kurzen Abfahrt in teils hartem und leichte gedeckeltem Schnee erreichten wir die Finsteraarhornhütte nach knapp 7.5h ab Jungfraujoch.


Pirmin am ersten Anstieg


Walchergrat (links) aufs Grosse Fiescherhorn

Pirmin am Punkt, wo Skis mit Steigeisen getauscht werden



 


Zum Schrauben leider zu schlechtes Eis, daher muss es ohne gehen.


Abstieg vom Gipfel (Normalroute)

Abstiegsroute Grosses Fiescherhorn: Vom Gipfel Grat gegen den linken Bildrand (Süd) bis zum Aufschwung, dort senkrecht runter


Finsteraarhornhütte 3048müm